Angebots- und Unterstützungsformen

Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stehen alle Hilfeformen im Spektrum der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 
Vorrangig erfolgt die Unterbringung der jungen Menschen in stationären Hilfesettings nach § 34 SGB VIII Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnformen. Vollzeitpflegeplätze nach § 33 SGB VIII inklusive der Gastfamilien stellen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine alternative und aktuell stetig wachsende Form der Unterbringung dar.

Darüber hinaus werden Angebote aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit angeführt. Deren niedrigschwellige Zugänge erfolgen in der direkten Lebenswelt der jungen Menschen und ermöglichen in geschützten Räumen Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen sowie in Interaktion mit Gleichaltrigen zu treten, Verantwortung zu übernehmen und Anerkennung zu erfahren.
Die Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII ist als sozialpädagogische Hilfe im Kinder- und Jugendhilfegesetz „zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen“ (§ 13 Satz 1 SGB VIII) angelegt, die vor allem im Bereich der schulischen und beruflichen Ausbildung sowie Eingliederung in die Arbeitswelt implementiert wird. Über das betreute Jugendwohnen nach § 13.3 SGB VIII ist es möglich den jungen Mensch während des Zeitraums der schulischen oder beruflichen Ausbildung in einer sozialpädagogisch betreuten Wohnform unterzubringen.