Studium

Grundsätzlich haben Flüchtlinge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus das Recht, ein Hochschulstudium aufzunehmen. Dazu benötigen sie zum einen eine Hochschulzugangsberechtigung. Zum anderen muss geprüft werden, ob zusätzlich studienfachbezogene Zugangskriterien zu erfüllen sind. Wenn Nachweise über die Hochschulzugangsqualifikation wie Schulzeugnisse oder Immatrikulationsbelege aus dem Herkunftsland nicht vollständig sind oder gar nicht vorliegen, erfolgt eine Eignungsprüfung an der jeweiligen Hochschule. Sollte aufgrund der Qualifikationen kein direkter Zugang zum Studium gewährt werden, können sich Flüchtlinge – wie andere internationale Studierende auch – in einem Studienkolleg auf die sogenannte Feststellungsprüfung vorbereiten.

Um Flüchtlinge an ein Studium heranzuführen, bieten Hochschulen die Möglichkeit, als Gasthörerinnen und Gasthörer oder im Rahmen eines Schnupperstudiums Veranstaltungen zu besuchen, die teilweise für ein eventuell folgendes reguläres Vollstudium angerechnet werden können. Manche Hochschulen öffnen auch ihre Brückenkurse bzw. Orientierungsprogramme.

Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium sind zudem ausreichende Deutschkenntnisse. Wie andere internationale Studierende auch müssen Flüchtlinge bestimmte Sprachnachweise erbringen. Dazu gehören eine bestandene „deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) auf der Niveaustufe 2 oder eine Prüfung im Rahmen eines „Test Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF) mit der Niveaustufe TDN 4. Die DSH-Prüfung wird von den Hochschulen bzw. Studienkollegs angeboten. TestDaF kann in den entsprechenden TestDaF-Zentren abgelegt werden. Einige Hochschulen bieten zudem studienbegleitende Deutschkurse an, deren Besuch auch dann sinnvoll sein kann, wenn der Sprachnachweis bereits erbracht wurde.

Unter bestimmten Umständen haben Flüchtlinge während ihres Studiums Anspruch auf BAföG-Leistungen. Informationen dazu finden Sie hier