Verfahren und Gestaltungsanforderungen

In der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ergeben sich, nach der Ankunft in Deutschland, gesetzlich geregelte Verfahrensmechanismen, die es umzusetzen und auszugestalten gilt.
Die vorläufige Inobhutnahme prüft nach der Aufnahme des unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings zunächst das Alter, den Gesundheitszustand und die Bedingungen für eine bundesweite Verteilung. Mit der Überstellung des jungen Menschen an das nach der Verteilung zuständige Jugendamt endet die vorläufige Inobhutnahme und schließt mit den Schritten der eigentlichen Inobhutnahme (u. a. Feststellung des Jugendhilfebedarfs, Bestellung eines Vormunds, Klärung der Zukunftsperspektiven, Möglichkeit der Familienzusammenführung).
Die Bestellung und Aufgaben des Vormunds, die Hilfeplanung, die Jugendhilfeplanung, die Übergangsgestaltung sowie der Bereich Beteiligung und Beschwerde werden gesondert aufgeführt und stellen wichtige Verfahrensschritte und Instrumente für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dar.