Vormundschaft

In Vertretung der Personensorgeberechtigten wird die Personensorge für einen umF durch das Jugendamt bzw. später durch einen Vormund übernommen. Die rechtliche Vertretung während der vorläufigen Inobhutnahme obliegt dem Jugendamt. Nach der Verteilung wird durch das Jugendamt am Ort der Zuweisung unverzüglich die Bestellung eines Vormunds bei Familiengericht (§ 42 Absatz 3 SGB VIII) veranlasst. Die Inobhutnahme endet mit der Entscheidung über Hilfen zur Erziehung. Der Vormund ist Leistungsempfänger der Hilfen zur Erziehung, sodass die Maßnahmen und Hilfen erst nach Bestellung der rechtlichen Vertretung eingesetzt werden können. Amts-, Vereins-, Berufs- und Einzelvormünder übernehmen die Aufgaben (rechtliche Vertretung, Ansprechpartner, Hilfeplaner, Leistungsempfänger) der Personensorgeberechtigten und sind zu allererst dem Wohl des jungen Menschen und dessen Interessensvertretung verpflichtet. Der Vormund nimmt als Leistungsempfänger der an den Hilfeplangesprächen teil.